Feng Yi Lu gehört zu den spannendsten neuen Stimmen der deutschen Poplandschaft. Als Künstler „fengyilu“ verbindet er deutsche und englische Popmusik mit der Energie, dem visuellen Anspruch und der choreografischen Präzision des K‑Pop. Sein Weg begann nicht im Tonstudio, sondern auf der Bühne: Er kommt vom Tanzen, vom Performen, vom körperlichen Ausdruck. Lange hat er sich nicht zugetraut, daraus ein eigenes Projekt zu formen – bis ein spontaner Moment mit einem Freund alles veränderte.
Interview für Korea.net / © Sticki Rice Studio / fengyilu
1. Könntest du dich unseren Leserinnen und Leser kurz vorstellen? Wer ist Feng Yi Lu als Künstler?
Feng Yi Lu :
„Ich bin Feng Yi Lu, als Künstler fengyilu, und verbinde deutsche und englische Popmusik mit starken K‑Pop‑Einflüssen… Als Künstler bin ich ein Freigeist: Ich möchte ausprobieren, mich weiterentwickeln und Musik machen, die sich nach mir anfühlt.“
2. Wie hat deine musikalische Reise begonnen? Gab es einen Moment, der dich besonders geprägt hat?
Feng Yi Lu :
„Michael Jackson hat mich schon als Kind begeistert… Der eigentliche Wendepunkt kam vor etwa vier Jahren: Mein bester Freund… fragte mich spontan, ob ich Vocals aufnehmen möchte. Meine eigene Stimme zum ersten Mal so zu hören, hat etwas ausgelöst.“
3. Du bist Solo‑Künstler – wie würdest du deinen persönlichen Stil beschreiben?
Feng Yi Lu :
„In drei Worten: powerful, energetic und sexy… Dabei geht es mir weniger um ein festes Genre als um ein Gefühl.“
4. Deine Musik ist stark von K‑Pop inspiriert. Was fasziniert dich an diesem Genre am meisten?
Feng Yi Lu :
„Das Gesamtkonzept: starke Choreografien, aufwendige Musikvideos, Outfits und Geschichten… Weil ich selbst vom Tanzen komme, ist mir besonders die Verbindung von Musik und Performance wichtig.“
5. Du entwickelst derzeit dein eigenes Konzept „G‑Pop“. Kannst du erklären, was G‑Pop für dich bedeutet und wie dieser Stil entstanden ist?
Feng Yi Lu :
„Auf den Begriff bin ich durch einen lustigen Moment im Podcast ‚Hobbylos‘ gekommen… Für mich steht es für German Pop, international gedacht: deutsche und englische Texte mit der musikalischen und visuellen Inspiration aus K‑Pop.“
6. Wie kombinierst du deutsche und englische Texte mit K‑Pop‑inspirierten Elementen?
Feng Yi Lu :
„Wir orientieren uns an der Art, wie viele meiner Lieblingssongs aus dem K‑Pop zwei Sprachen miteinander verbinden… Inhaltlich geht es um Dinge, die mit mir zu tun haben: Träume, Schwierigkeiten, Sehnsüchte…“
7. Welche Künstler oder musikalischen Einflüsse haben dich geprägt – sowohl aus Korea als auch international?
Feng Yi Lu :
„Meine größten Einflüsse sind Michael Jackson und BTS… Für meine aktuelle Musik inspirieren mich außerdem ENHYPEN, ATEEZ und TXT… Textlich finde ich auch Ed Sheeran sehr stark.“
8. Wie sieht dein kreativer Prozess aus? Schreibst du zuerst die Texte oder entsteht die Musik zuerst?
Feng Yi Lu :
„Das ist unterschiedlich… Manchmal beginnt alles mit einer Produktion, manchmal mit einem einzigen Wort, das sich gut singen lässt.“
9. Welche Rolle spielen visuelle Konzepte, Mode und Performance in deiner Arbeit?
Feng Yi Lu :
„Eine riesige Rolle… K‑Pop setzt für mich einen unglaublich hohen Maßstab, und dieser Inspiration möchte ich mit meinem eigenen Anspruch gerecht werden… Ich setze das mit Freunden und einem vergleichsweise kleinen Budget um.“
10. Welche Projekte oder Veröffentlichungen planst du als Nächstes?
Feng Yi Lu :
„Wir arbeiten gerade an einer EP für nächstes Jahr… Ein Song geht in eine Funk‑Richtung!… Mein großer Traum wäre, nächstes Jahr mein erstes eigenes Konzert zu spielen.“
Ein neuer musikalischer Weg
Feng Yi Lu ist dabei, als erster koreanischer Artist in die deutsche Musikgeschichte einzugehen – ein Künstler, der die Ästhetik und Energie der K‑Pop‑Szene auf ganz eigene, deutsche Weise mitbringt.